Tagfalter im Haus- und Versuchsgarten 2009

Nach der 2001 bis 2002 weitgehend flächendeckend erfolgten Bodenbearbeitung und Gestaltung wurden bis 2009 beiläufig 39 Tagfalterarten bemerkt, darunter Schmalflügel-Weißling (Leptidea sinapis/reali), Kreuzdorn-Zipfelfalter (Satyrium pruni), Zwerg-Bläuling (Cupido minimus), Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe) und Großer Schillerfalter (Apatura iris). Es traten hier also knapp zwei Fünftel der in ganz Niedersachsen in den beiden vergangenen Dekaden nachgewiesenen Vertreter dieser Insektengruppe in Erscheinung. Die seit 2004 jährlich beobachtete Anzahl der Arten schwankt zwischen 22 und 32 (siehe Diagramm).

Aufgrund der Abhängigkeit von kräuter- und blütenreicher Vegetation gut besonnter Standorte verschwinden Tagschmetterlinge dort, wo überhöhte Nährstoffeinträge und unkontrolliertes Gehölzwachstum Abkühlung des bodennahen Kleinklimas sowie Verdrängung von Nektarblumen und Raupennährpflanzen bewirken. In geeigneter Weise gestaltete und fortentwickelte Hausgärten locker bebauter Siedlungsflächen können die in der „Normallandschaft” festzustellenden Lebensraumverluste teilweise ausgleichen. Dies gilt für die meisten der mehrheitlich auf Besonnung und floristische sowie strukturelle Vielfalt angewiesenen Kerbtiere (siehe Ausführungen zu den Stechimmen).

Eine Liste der 2009 angetroffenen Tagfalterarten mit einem Phänogramm des Distelfalters finden Sie hier.

  • Aricia agestis - Kleiner Sonnenröschen-Bläuling
  • Thecla betulae - Nierenfleck-Zipfelfalter
  • Pontia edusa - Östlicher Rededafalter
  • Celastrina argiolus - Faulbaum-Bläuling