Stechimmen-Zufallsfunde im Haus- und Versuchsgarten 2009*

Das keinesfalls repräsentative oder gar erschöpfende Verzeichnis ist das Ergebnis kurzzeitiger Erkundungsgänge in Arbeitspausen. Gleichwohl enthält es einige nicht zuletzt aus faunistischer Sicht bemerkenswerte Artnachweise, die zeigen, dass es sich lohnt, das häusliche Umfeld von Zeit zu Zeit genauer unter die Lupe zu nehmen. In der agrarisch genutzten Offenlandschaft der Gegenwart sucht man eine gleiche Anzahl und Zusammensetzung immer häufiger vergeblich. Dort leidet selbst die wenig wählerische Honigbiene zunehmend Hunger, weshalb Imker nach der Rapsblüte die Bienenstöcke zunehmend in siedlungsnahe Bereiche versetzen. Hauptursache ist die Verarmung infolge hoher Stickstoffeinträge. Wenige nährstoffliebende und rasch wachsende Pflanzen breiten sich an Stelle(n) der einstigen Vielfalt blühender Kräuter aus. In geeigneter Weise gestaltete Gärten bzw. Siedlungsflächen erlangen daher immer mehr die Funktion bedeutender Rückzugsräume für gefährdete Stechimmen und andere Insekten (siehe Beispiel Springschrecken).

Eine systematisch geordnete Liste der im Jahr 2009 registrierten Stechimmenarten finden Sie hier.

*  Inzwischen liegen aus dem Hausgarten Nachweise zu 338 aculeaten Hymenopteren-Arten vor (Stand 16.06.2016). Eine Publiktaion der Ergebnisse befindet sich in Vorbereitung.

  • Weibchen der Furchenbiene Halictus scabiosae verlässt  Brutzelle (08.08.2009)
  • Weibchen der Furchenbiene Halictus scabiosae sammelt Pollen der Wiesen-Witwenblume (25.05.2009)
  • Männchen der Furchenbiene Halictus scabiosae (21.09.2009)
  • Weibchen der Lehmwespe Eumenes coronatus (12.09.2009)